EIU - Eisenbahninfrastrukturunternehmen

Im Jahr 1992 begannen mit der Deutschen Reichsbahn die ersten Verhandlungen zur Übernahme der Eisenbahninfrastruktur der Windbergbahn mit dem Ziel, die sich abzeichnende Verkehrseinstellung nebst Stilllegung zu verhindern. Bis dato waren noch einzelne Güterverkehrskunden im Bf Dresden-Gittersee aktiv und unser Verein nutzte die Strecke an ausgewählten Fahrtagen für die beliebten Sonderfahrten vom Dresdner Hbf nach Dresden-Gittersee. Am 30.12.1993 fuhr der letzte Güterzug und die Strecke wurde durch die DB AG noch bis zum 30.10.1998 für die Sonderfahrten unseres Vereines vorgehalten. Dann erfolgte die Sperrung der Windbergbahn wegen Oberbaumängel.

Trotz intensiv geführter Verhandlungen mit möglichen Partnern und der DB AG konnte in den darauffolgenden Jahren kein Vertragsabschluss erreicht werden. Das führte dazu, dass die DB Netz AG trotz fehlender Stilllegung rechtswidrig die Windbergbahn in den Planungen für den Ausbau der Sachsenmagistrale leider ohne Anschluss vorsah und ausführte.

Im August 2002 fügte das Jahrhunderthochwasser auch der Windbergbahn im Bf Freital-Birkigt große Schäden zu. Weiterhin reichte die DB Netz AG Klage beim Bundesverwaltungsgericht Köln gegen den Erlass des Eisenbahn Bundesamtes auf Versagen der Stilllegung ein. Der zwischenzeitlich an das Verwaltungsgericht Dresden weitergeleitete Vorgang wurde im Jahr 2007 durch Rücknahme der Klage durch die DB Netz AG im Sinne weiterer Privatisierungsverhandlungen entschieden. Somit war der Weg frei für weitere Verhandlungen unseres Vereines. Trotz weiterer Rückschläge konnte der Verein am 22.12.2008 den lang ersehnten Pachtvertrag für die Strecke unterschreiben.

Bis der Verein seine Konzession zum Betrieb als Eisenbahn-Infrastrukturunternehmen (EIU) in Empfang nehmen konnte, dauerte es noch bis zum 20.10.2010. Seit dem 01.11.2010 ist der Windbergbahn e.V. nach 18 Jahren Kampf nun konzessionierter Betreiber der ersten regelspurigen Museumseisenbahn im Freistaat Sachsen.

Als vom Freistaat Sachsen zugelassener Eisenbahnbetriebsleiter (EBL) arbeitet Herr Holger Demnitz und als sein Stellvertreter Herr Dipl. Ing. Tobias Bruntsch.

Im Jahr 2015 ist die Gründung einer Betreibergesellschaft vorgesehen.


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